Camping & CoOutdoor Küche

#NoEarth2

#NoEarth2

Natur, Tour und Campingküche

Mit dem Motorrad auf Reisen. In den Sonnenuntergang fahren und direkt am Strand morgens, durch das Rauschen des Wassers oder im Wald vom Vogelgezwitscher aufgeweckt werden ist das wovon viele von uns Träumen.

Einfach der Nase nach fahren, sich nach einem besonders schönen Fleckchen umsehen und dort Zelt aufbauen – oder sich auf einem schnuckelig kleinen, oder großen Campingplatz niederlassen!

Egal wo wir unsere Kurzzeitheimat aufbauen, sollten wir uns nach dem australischen Campinggrundsatz verhalten:

„Take nothing but photographs, leave nothing but footprints”.

„Nimm nichts mit außer Fotos (oder Erinnerungen), lass nichts da außer Fußspuren!“

Wir als Motorradfahrer haben leider teilweise einen schlechten Ruf wegen dem Lärm den einige verursachen und auch das manche nicht respektvoll mit der Natur und ihren Übernachtungsplätzen umgegangen sind.

Zu häufig wurden illegale Lagerfeuer entfacht, Abfall einfach liegen gelassen oder die entrichtete Notdurft in der Natur „entsorgt“.

Und gerade im Bereich der Outdoor-Küche kommen dort viele Punkte zusammen die wir

  • Für alle von uns Reisenden sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, den eigenen Müll wieder mitzunehmen, wilde Tiere nicht zu stören, Pflanzen nicht zu beschädigen, Abstand von Wohnhäusern zu halten und kein offenes Feuer zu machen wo es nicht erlaubt / gewünscht oder sogar gefährlich sein kann. Wer die Natur und fremdes Eigentum achtsam behandelt, wird auch von den Einheimischen in der Regel akzeptiert.   

 

  • Bitte an die Regeln der Natur halten! Weder der Campingplatz noch die freie Natur sind als Müllhalde gedacht. Die Grundregel, dass man seinen eigenen Müll mitnimmt und korrekt entsorgt, sollte selbstverständlich sein. Gerade wer in der freien Natur zeltet, sollte aus Liebe zur Natur und Respekt vor anderen diese Grundregeln beherzigen. Daher unbedingt auch an eine Mülltüte denken!

 

  • Ebenso schlimm wie den eigenen Müll liegen zu lassen, finde ich aber auch Müll den man von anderen findet liegen zu lassen.

 

Das soll jetzt nicht für manche Zeitgenossen heißen dass sie ihren Müll liegen lassen können, die anderen Deppen nehmen den ja dann mit.

Oft ist es auch so dass die Menge des vorgefunden Mülls es nicht zulässt alles mit zu nehmen. Aber wenn jeder ein wenig mitnimmt und der  Entsorgung zuführt, ist der Welt schon ein wenig geholfen. Für ein paar Teile Müll bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit ist immer Platz!

 

  • Wichtig: wer draußen kocht, sollte – je nach Region und Jahreszeit – unbedingt die Waldbrandgefahr im Auge haben – und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen treffen.

 

  • Ganz nützlich zur Vermeidung von Müll sind Tragetaschen zum Einkaufen. Ebenso hat sich bei uns die Mitnahme einer kleinen Kühltasche bewährt in der neben den kühlen Getränken und Nahrungsmittel auch der Rest des Einkaufs rein kann.

 

  • Spüli Biologisch abbaubar für das gute Gewissen beim Spülen im Freien.
    Schüttet euer Spülwasser aber nicht direkt in offene Gewässer. Der normale Boden hat eine Filterfunktion!

 

  • Wenn die Notdurft in der Natur verrichtet wird, so vergrabt eure Hinterlassenschaften.

 

  • Plastikbeutel in denen ihr Nahrungsmittel transportiert habt, oder die ihr bei der Zubereitung verwendet habt (z.B. anrühren von Brotteig) sind hervorragende Mülltüten.

 

  • Für Müllbeutel ist immer Platz auf den Motorrädern.

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Wenn etwas nicht mehr funktioniert wie es soll, so wurde das früher repariert. Heute wird alles was kaputt ist, einfach ausgetauscht. Was wir alle bei dieser Bequemlichkeit aber vergessen ist die Tatsache dass es keine zweite Erde gibt. Keine Erde 2.0 (#NoEarth2) die wir uns kaufen können wenn die erste kaputt oder aufgebraucht ist.

Es hatte uns ja in Kroatien schön erschüttert welche Berge an Müll dort einfach im Hinterland, mitten in der Wildnis entsorgt wurden. Weg von der Küste, aus den Augen der vielen Touristen, die Jahr für Jahr in das Land kommen, damit kein Schandfleck die Urlaubs-Idylle eintrübt.

Nun halte ich das aktuelle Trekking Magazin in der Hand und lese das Vorwort von der Autorin Bianca Klement das mir die Erlebnisse in Kroatien wieder vor Augen führt.

Durch das was man sieht, was man liest oder was auch in den letzten Jahren und Monaten um einen herum geschieht lässt uns schon an der Menschheit zweifeln.

Dort gibt es Regierungen die nach dem Motto „America first“ ihre eigenen Interessen über die der Menschheit stellen. Da werden Umweltabkommen aufgekündigt weil es ein schlechter Deal ist. Der Klimawandel ist auch nur eine Lüge, eine „Fake – News“.

Wirtschaftliche Interessen auf Kosten nachfolgender Generationen.

Nun sind wir mit unserem Hobby Motorradreisen mit Sicherheit nicht diejenigen denen man Umweltgerechtes Reisen nachsagen kann, aber ich denke wenn jeder von uns , nicht nur beim Reisen in andere Länder, sondern auch im täglichen Leben etwas achtsamer mit seiner Umwelt und sich selbst umgeht, können wir die Welt (wieder) ein bisschen Lebenswerter machen und auch Nachfolgenden Generationen unsere Erde erhalten.

Und auch in einem anderen Punkt muss ich Bianca Recht geben. Respektvoll mit der Umwelt umzugehen tut nicht nur der Natur gut, hilft nicht nur dem Überleben unserer Tierwelt und nachfolgenden Generationen. Es ist auch gut für die eigene Seele.

 

 

#NoEarth2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.