Kroatien – On und Off Road – Dalmatien erfahren!

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Kroatien – On und Off Road – Dalmatien erfahren!

 

On und Off Road unterwegs!

Die Kunst des Krieges

Endlich! Unsere Herbsttour geht endlich los. Die beiden Tiger sind verladen. Campingausrüstung und Reiseverpflegung ebenfalls im Bus verstaut.

Das diesjährige Ziel unserer Reise ist Kroatien. Genauer gesagt die Region Dalmatien.

In Vorbereitung auf diese Reise wurden uns, bzw. Tina schon viele Tipps gegeben was wir uns anschauen sollten, welchen Campingplatz der Beste ist und was die bevorzugten Strecken sein sollen die es sich lohnt zu befahren.

Ich persönlich habe den Wunsch die Möglichkeit zu nutzen auch Off Road Kroatien zu entdecken. Aus den extra dafür die Offroad Straßen Tourenbücher von MDMOT (www.mdmot.com) für Kroatien Nord- und Süd bestellt. Meine Tiger ist dementsprechend schon mit Heidenau K60 Scout Reifen bestückt, aber Tina’s Lilly noch mit dem Tourance Next. Da es aber kein Hard Enduro Einsatz geben soll wird es schon gehen. Soweit zu mindestens die Theorie.

Die Anfahrt führt uns über Slowenien in Richtung Süden. Bei heftigen Wolkenbrüchen gestaltet sich die Fahrt etwas schwieriger als gedacht. Auch die Tatsache dass die ein oder andere Ortschaft in Kroatien durch Überschwemmungen voll, oder teilweise gesperrt ist, verhindert ein flottes Vorankommen.

Das ganze kann einem schon mal die Vorfreude auf die kommenden Tage eintrüben, wäre da nicht die Anfahrt über die Jadranska Magistrale, der Adriatischen Küstenstraße, die zum größten Teil durch Kroatien verläuft.

Die kurvenreiche Jadranska Magistrale wurde in den 70er Jahren erbaut und gilt zurecht, als eine der schönsten Küstenstraßen weltweit. Auch uns verzaubert diese Straße und wir freuen uns schon sehr mit den Motorrädern dort entlang zu fahren.

 

Trotz einer Zwischenübernachtung erreichen wir nach einer langen Anfahrt erst gegen 19:00 Uhr unser Ziel, das Camp Tomas (http://www.camp-tomas.com/de ) an der Küste Dalmatiens nahe der Ortschaft Grebastica.

An unserem Ziel liegen 2 Campingplätze direkt nebeneinander, Camp Tomas sowie das Camp Barinica (http://camp-barinica.com/ ). Beide Plätze sind sogenannte Mini Camps, wer also Wert auf Luxuriöse Ausstattung und hochmoderne Sanitäranlagen legt ist hier komplett falsch. Beide Plätze sind Terrassenförmig angelegt und bieten saubere Sanitäranlagen und direkten Zugang zum Meer. Die Betreiber sind freundlich und zuvorkommend. Unser Zelt haben wir jedoch im dunklen aufbauen müssen.

Der heutige morgen empfängt uns mit einem Mix aus Sonne, Wolken, Wind und Gewitter grollen. Jetzt wird erst mal gefrühstückt und dann die Motorräder ausgeladen.

Jeder morgen kommt ein Bäcker auf den Platz gefahren bei dem man frische Brötchen und andere Backwaren kaufen kann. Zusammen mit dem frisch gebrühten Kaffee können wir uns nun in das Abenteuer Kroatien stürzen.

Sun Tzu hatte in seinem Buch, die Kunst des Krieges, geschrieben “Jeder Plan ist nur solange gut, bis man dem ersten Feindkontakt hat”

 

So ähnlich war es heute auch, denn geplant war die Tour zum Sveti jure. Bedingt durch das Gewitter heute Morgen sind wir erst gegen 11:30 Uhr auf die Bahn gekommen.

Da es von der Zeit her nicht für die geplante Tour reicht, Wir haben uns dann heute mal ein wenig das Hinterland zwischen Primosten und Trogir angeschaut. Immerhin sind 160 km zusammen gekommen. Und wie verlockend die Spannferkelgrills am Wegesrand sind, haben wir auch direkt mal getestet bevor wir einkaufen gefahren sind.

Durch diese, relativ kurze Tour konnten wir heute das erste Mal ein Bad in der herrlichen Adria genießen. Ein leckeres Abendessen, sowie ein schöner Plausch bei Rotwein mit unseren Camping Nachbarn lässt den Abend wie im Fluge vergehen.

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Heiliger Bimbam

Heiliger Bimbam… oder eher Heiliger Georg. So lautet die Übersetzung für Sveti Jure. Der Sveti Jure ist die höchste Erhebung im Biokovo Nationalpark in Kroatien. Und genau der war unser heutiges Tourziel.

Entlang der Küste ging es in Richtung Süden. In Stobrec bei Split, biegen wir links ab um die erste unserer geplanten Off Road Etappen in Angriff zu nehmen.

Die, wirklich sehr schmale Straße windet sich den Berg hinauf und hier zeigt sich dann auch warum eine Gegensprechanlage nicht nur Segen, sondern auch Fluch sein kann. Da ich als erstes auf die Haarnadelkehren auf diesem Weg treffe, entfährt meinem vorlauten Mund ein leichtes „O ooo“ und schwupp, habe ich Tina damit so verunsichert, dass sie diese beiden Kehren nur mit Mühe nehmen kann. Die Straße ist aber wirklich verdammt schmal. Maximal 1,50 breite, Beton und kein Asphalt sowie sehr enge Kehren die direkt aufeinander folgen. Und das ganze bei einer Steigung von fast 30 % ist auch eine echte Ansage.

Nachdem jedoch dieser schmale Weg auch noch seinen befestigten Grund aufgibt und in eine Schotterpiste übergeht ist es Zeit für die erste Pause. Ich beginne zu befürchten dass diese Off Road Einlage keine gute Idee von mir ist, denn Tina ist hier schon ziemlich angespannt. Da Tina auch, außer ein paar leichteren Schotterwegen, keine wirkliche Off Road Erfahrung in diesem Sinne hat, gebe ich Ihr noch eine kleine Einweisung zum Fahren im Gelände und vor allen Dingen auch zum Fahren im Stehen. Danach fahren wir dann dem Höhenzug entlang an der Adriatischen Küste in Richtung Omis.

Die Aussichten auf die Küste von dem Höhenweg, das Fahren auf den Feldwegen, sind wahrlich fantastisch aber auch herausfordernd zugleich.

Nach knappen 8 km erreichen wir wieder die Küstenstraße und folgen dieser weiter in Richtung Süden bis es in de

r Ortschaft Jesenice wieder links abgeht auf den Höhenkamm.

 

Tina ist ziemlich geschafft von dem ganzen, so dass ich mich entschließe diese Off Road Einlage früher wie geplant abzubrechen.

Nachdem ich mich in der Ortschaft Simici durch falsches Abbiegen noch einmal verfahre finden wir ku

 

rze Zeit später den Abzweig zum Sveti Jure. Nach dem bezahlen der Maut (50 Kuna / Person also knappe 6.50 € / Person) ging es dann den Berg hinauf. Und was soll ich sagen… jeder Meter ist jeden einzelnen Cent wert.

Wir fahren die schmale Straße entlang und sind von der Straße absolut begeistert. Tolle Aussichten, kleinere Herden von Pferden, umherlaufende Esel lassen uns eine Traumstraße für Motorradfahrer erleben wie im Traum. Immer wieder erhaschen wir einen Blick auf die Adria, oder auf die wundervolle Landschaft im Hinterland von Kroatien. Der kleine Rundweg um den Gipfel sowie die Mittagspause im Resteraunt „Vrata Biokova“ lassen diesen Teil der Tour viel zu schnell vorbei gehen. Tina und ich sind uns einig dass diese Strecke eigentlich ein Muss für jeden Motorradfahrer sein sollte.

Der Rückweg durch das Hinterland Dalmatiens offenbart ein ebenso beeindruckendes Szenario. Rundherum ein gelungener Tourentag bei Kaiserwetter.

 

Eine Nachfrage bei Facebook ob ich den Feldweg von Simici zum Sveti Jure gefahren bin, der ungefähr auf der Hälfte zur Strecke dann auf den offiziellen Weg trifft, verneine ich um darauf hin zu erfahren dass man sich dadurch die Maut hätte sparen können.

Meine Meinung dazu: Warum soll ich hier die Maut prellen, die dazu verwendet wird dass solch eine Strecke in Schuss bleibt und noch viele Motorradfahrer sie genießen können. Ebenso wie ich nicht einsehe den Leuten in Kroatien um ihr Einkommen zu bringen? Wenn ich Geld sparen möchte, tue ich das in dem ich Camping Urlaub mache und nicht in ein Hotel absteige. Indem ich mein Essen selbst koche und nicht jeden Abend Essen gehe, aber bestimmt nicht indem ich offizielle Mautstellen umfahre. In dem Fall zählt für mich noch nicht einmal mehr der Spruch: „Jeder wie er will“

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Fischers Fritz….

Das schlechte Wetter ist heute Nacht von Italien zu uns rüber nach Kroatien gezogen. Dementsprechend haben wir den Touren Tag etwas anders gestaltet. Wir sind dann erst mal zum Markt nach Sibenik gefahren um uns mit regionalen Köstlichkeiten zu versorgen.

Die mittelalterliche Sibenik ist neben Zadar eine der größten Metropolen im Norden der Region Dalmatien. Sie bietet für kulturinteressierte Gäste zahlreiche Museen, Galerien und historische Sehenswürdigkeiten wie z.B. die über Sibenik thronende Festung, die von den Einheimischen auch Mihovil genannt wird.

Das Zentrum erstreckt sich rund um den gut geschützt liegenden Hafen. Und in desen Nähe ist auch das, was uns Kulturbanausen mehr interessiert als jede noch so schöne Festung, Der Marktplatz mit der Fischhalle dabei. Pünktlich mit dem Eintreffen am Markt ist ein tierisches Gewitter über uns hereingebrochen.

Viele der Marktbetreiber bringen ihre Ware in Sicherheit. Aber wir schaffen es trotzdem uns mit frischem Fisch, Gemüse und Wein ein zu decken. Als dann die Sonne wieder zum Vorschein kam, haben wir das ausgenutzt und sind durchs Hinterland, auf kleinen wegen zum Krka Nationalpark gefahren.

Die Fahrt durch die Ortschaften fernab jeglicher Touristenrouten ist wahrlich beklemmend, wenn man so viele vom Krieg zerstörte Häuser sieht.

 

Die unglaubliche Natur am Nationalpark kann diese Gedanken nur schwer wieder verdrängen.

 

Eine besonders schönen Platz finden wir in der Nähe vom Visovački Museum, der einen dazu einlädt in dieser Einsamkeit eine Pause zu machen.

Der frische Fisch vom Grill am Abend war aber sehr lecker. Das einzige das etwas störte war der junge Kater, der wohl zum Campingplatz gehörte und ständig versuchte den Fisch zu ergattern. Er entwickelte sich die nächsten Tage und Nächte schon fast zum Haustier. Selbst Nachts liegt sie unter unserem Zelt. Was  ich daran merke dass Nachts eine Pfote nach mir schlägt wenn ich zu nahe mit der Hand an die Wand vom Innenzelt komme.

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Insel im Wind

Auch heute Morgen hat es wieder geregnet. Aber guter Hoffnung dass zum Mittag hin das Wetter besser wird, sind wir zu unserer Tour zur Insel Pag gestartet.

Begleitet von einzelnen Regenschauern erreichen wir Pag gegen Mittag. Ein beeindruckendes Bild bietet im Vorfeld schon die Wolkendecke über dem Velebit Gebirge.

Kurz bevor wir Pag erreichen, fängt der Bora an sein Werk zu verrichten und es bläst der Wind so stark dass wir unsere Mühe haben uns auf den Motorrädern zu halten. Das Befahren der Brücke Paški most (Pag-Brücke) erweist sich als Herausforderung.

Die beeindruckende Landschaft der Insel Pag fesselt uns und immer wieder müssen stehen bleiben um die grandiosen Ausblicke zu genießen.

Nebenbei bietet die Insel auch für off Road Fans ihre kleinen Kostbarkeiten. So begeben wir uns auf der Insel Pag auf Feldwege, deren Pfützen auch für Tina endlich den Off Road spaß bringen den ich uns gewünscht hab. Kurz von der Ortschaft Pag unterbrochen geht es auf weitere 25 km Feldeweg der uns in Richtung Norden bis zur Ortschaft Kolan bringen soll. Bedauerlicherweise ist die Strecke 1,5 km vor Kolan gesperrt. Ich habe zwar einen Weg gefunden die Sperrung zu umfahren, aber das überfordert definitiv Tina’s Off Road können und so fahren wir den ganzen weg wieder zurück um auf den Aussichtspunkt auf der anderen Seite zu kommen.

Eine Sperrung auf der Hauptverkehrsstraße lässt uns kurz pausieren und als wir den Grund sehen bringt es uns 2 LKW’S zurück in die Erinnerung, die wir auf der Küstenstraße bei der Anreise eine Zeit lang vor uns hatten. Damals vermuteten wir das in den LKW’s Rennwagen transportiert werden, jetzt wissen wir, dass es Autos für Filmaufnahmen sind bei dem wir wohl gerade einen Drehort durchfahren haben.

In Kolan liegt dann auch die erste Käserei der wir einen Besuch abstatten und uns mit dem ersten Käse aus Pag eindecken.

Auf dem Rückweg nehmen wir in Gorcia noch etwas leckeren Käse mit den wir dann am Abend gleich dazu verwenden leckere Käsespätzle zu machen.

Die Heimfahrt zum Campingplatz sollte eigentlich mit der Fähre zum Festland und dann entlang der Jadranska Magistrale erfolgen, aber bedingt durch den, immer noch anhaltenden Bora, ziehen wir es doch vor die Brücke zu nehmen und auf dem Landweg zu bleiben. Aber selbst das war schon sehr abenteuerlich und im Nachhinein auch als gefährlich anzusehen.

 

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Topfschlagen im Minenfeld

Gut gelaunt kann der heutige Tag kommen. Nachdem wir gestern die Insel Pag besucht haben geht es heute zum Mali Alan, dem nächsten Höhepunkt auf unserer Tour in Kroatien. Interessant zum einen weil dort Winnetous Tod gedreht wurde und zum anderen für all jene von Interesse die Strecken ohne Asphalt lieben.

So ging es nach dem Frühstück auf zur Anfahrt des Mali Alan in Richtung Sveti Rok.

Einen Großteil der Anfahrt kennen wir noch von gestern und ich versuche so viel Abwechslung wie möglich in die Strecke zu bringen. Es gelingt auch teilweise dadurch dass wir über die Ortschaft Obrovac anreisen Obrovac liegt am Karstfluss Zrmanja der nach den letzten Wasserfällen ins Meer bei Novigrad mündet, in einem tief eingeschnittenen Tal unterhalb des Velebit-Gebirgspasses. Von Obrovac aus gelangt man über den Fluss zu einem Canyon, zum Meer. Eine Straße führt auch bergauf zu der Passstraße Mali Alan, von wo aus man neben der Vielzahl von Inseln in der Ferne auch, bei entsprechender Fernsicht die italienische Küste erblicken kann.

Nach den ersten paar Kilometern geht der Asphalt in Schotter über. Immer wieder kann man einen Blick zum Meer erhaschen und hat stetig das faszinierende Panorama des Velebit Gebirges vor sich. Über unzählige Serpentinen rauf und runter, ständig auf Schotter bis kurz vor Sveti rok.

Die Strecke ist durch den starken Regen der letzten Wochen sehr ausgewaschen, so dass es manchmal sehr schwierig ist die Strecke zu fahren. Hier auf dem Mali Alan, bzw. am Rande sehen wir die ersten Schilder die uns davor warnen den befestigten Weg zu verlassen, da immer noch Minen aus der Zeit des Kriegs hier liegen können. Die stattlichen Behörden sind zwar dabei die Minenfelder zu räumen, aber das ganze braucht seine Zeit.

Sträflich finde ich dann Kommentare auf Facebook die verbreiten dass die Schilder nur dazu da sind, Touristen davon abzuhalten die Wege zu verlassen. Das ist dann wirklich das berühmde Topfschlagen im Minenfeld.

Wir machen Rast an den verschiedensten Stellen entlang der Passstraße die uns auf der anderen Seite zur Ortschaft Sveti Rok bringt.

Irgendwie hatte ich mir Sveti Rok anders vorgestellt. Größer, spektakulärer.

Weiter ging unsere Tour durch das Velebit Gebirge in Richtung Karlobag und dann die Küste entlang zurück zum Camp. Eine absolut empfehlenswerte Tour für diejenigen die Schotter lieben und sich auf kleinen Kurvenreichen Straßen bewegen können.

 

 

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Krka Nationalpark

Der letzte Tourentag in Dalmatien war kurz aber intensiv. Von unserem Camp aus haben wir heute den Nationalpark Krka unter die Räder und teilweise auch

 unter die Füße genommen. Bei Roški Slap haben wir unsere Motorräder abgestellt und sind zu Fuß durch die herrliche Landschaft des Krka Nationalparkes gelaufen. Eine wunderbare und facettenreiche Landschaft mit herrlichen Straßen die für das Motorrad fahren wohl extra geschaffen wurden.

Nach der Tour haben wir dann schon mal die Motorräder verpackt und den Rest des Tages einfach nur genossen. Morgen geht es dann im Richtung Norden wo noch ein paar Tour Ziele auf uns warten.

 

 

 

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Auf Schusters Rappen

Nachdem wir unser Zelt im Camp Tomas abgebaut haben zieht es uns nach Norden in die Ortschaft Sibinj. Von hier aus werden wir morgen unsere letzte Tour in Kroatien starten die durch das Velebit Gebirge zu den Pltvicer Seen und der alten Airbase führen soll.

Bevor wir das jedoch in Angriff nehmen konnten wir der Versuchung nicht widerstehen die Tigerchen nach dem entladen noch mal kurz zu bewegen.

Es sollte eigentlich nur eine kleine Rundtour durchs Velebit geben, aber es wurde noch eine anstrengende, aber schöne Tour mit Off Road Einlage. Wir starten unsere Tour in Richtung Süden und biegen in der Ortschaft Zengg in Richtung Senjska Draga ab. Schon auf der Karte und dem Navi waren die tollen Kurven und Kehren zuerkennen die auch alles halten was sie uns versprechen. In der letzten Kehre geht es dann links ab in Richtung der Ortschaften Veljun Primorski und Bile. So wie das auch auf dem MDMOT Buch aussieht, ist diese Strecke asphaltiert und gehört nicht zu der Tour die in dem Off Road Buch vorgestellt wird. So fahren wir die schmale Straße entlang und erfreuen uns der tollen Landschaft die wir durchfahren. Exakt bis zu dem Zeitpunkt als irgendwie der Asphalt ausging und ich auch gezwungen war das Buch mal umzublättern um zu sehen wie es da weiter geht. Ok, das Buch beschreibt die Strecke als befahrbar mit einer Reiseenduro und Sozia, also sollte es auch kein Problem sein die mit der Tiger, solo zu fahren. Und außerdem, so im Buch weiter, ist einige Kilometer vor der Ortschaft Bile alles wieder asphaltiert. Soweit auch wieder die Theorie. In der Praxis wurde der Feldweg zu eine üblen, ausgewaschen en Piste mit großen Steinen. Mit dieser Strecke war Tina dann absolut überfordert und so haben wir dann ein, ich glaube beim Bund nannten wir das „Überschlagendes Vorgehen“ vereinbart. Soll heißen, ich fahre vor, steige ab, laufe zurück und hole Lilly, fahre mit der Vor, laufe zurück und hole Tigger… usw…. Tina ist dann jeweils gelaufen und wir sind uns unterwegs immer wieder begegnet. An stellen die dann einfacher waren ist sie dann auch immer wieder ein Stück gefahren. Hat sie prima gemacht.

Ach ja, der asphaltierte Teil vor Bile… fing am Ortsschild an.

Als wir dann erstmal wieder auf befestigten Straße sind haben wir aber nochmal einen riesen Spaß vom Höhenzug herunter zu fahren und die Küstenstraße entlang bis zu unserem Campingplatz zu fahren.

Wir sind aber gut wider auf dem Campingplatz gelandet und genießen jetzt erst mal den Abend.

 

 

 

 

 

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Kriegsspiele

Es wird uns irgendwie bewusst dass dies der letzte Tourentag in Kroatien ist bevor wir die Motorräder wieder in den Bus laden und uns in Richtung Heimat begeben.

Das Wetter ist nicht gerade berauschend. Es ist bewölkt und kühl als wir uns auf den Weg in das Kroatische Hinterlande machen. Wir folgen den gut ausgebauten Straßen in Richtung des Naturparkes Plitvicer Seen und der verlassenen Airbase Zeljava um zum einen genügend Zeit zu haben, beides zu besichtigen und zum anderen dann auf kleineren Wegen zurück in Richtung Küste und zum Campingplatz zu fahren.

Wir finden die Airbase sowie das so oft fotografierte Flugzeugwrack an der Einfahrt zur Airbase.

Ein paar Jugendliche sind ebenfalls da und besichtigen die Maschine und die Airbase. Später, beim Befahren des Airbase Geländes treffen wir sie nochmals.

Die Obligatorischen Bilder werden gemacht und das Wrack in näheren Augenschein genommen. Man findet auch schnell den einen oder anderen Aufkleber von bekannten Reisenden die schon vor uns hier waren. Auf den Wegen hinein sehen wir immer wieder Schilder die vor Minen warnen. In die ehemaligen Hangars, die in den Fels gebaut sind trauen wir uns nicht wirklich hinein. Ist irgendwie gruselig. Leider sind heute viele Wege gesperrt, da das Räumkommando da ist und wieder einige Minen die gefunden wurden sprengen muss.

Auch hier ist es wieder sehr beklemmend die Spuren des Krieges zu sehen.

Die Parkplätze an den Plitvicer Seen quollen über von PKW#s und Touristenbussen und so kommt es dass wir irgendwie keine Lust haben diesen Trubel mit zu machen. Dazu kommt noch dass es anfängt zu Regnen. Also beschließen wir uns auf den Rückweg zu machen und zu hoffen dass es mit dem Wetter besser wird je näher wir der Küste kommen.

Die Straßen die wir nun entlang fahren sind traumhaft und Kurvenreich. So dass uns auf den ersten Kilometern der Regen nicht wirklich was ausmacht. Das ändert sich jedoch als wir uns stetig der Küste nähern. Der Regen wird Stärker und stärker. Dazu gesellt sich dann noch ein aufkommender Wind der mit mancher Bö heftig an uns zerrt. Es macht nicht wirklich Spaß bei dem Wetter zu fahren, aber irgendwann erreichen wir, total gefrustet. Den Campingplatz. Die Motorräder können und wollen wir heute nicht mehr verladen. Auch die Nacht wird alles andere als ruhig. Ich muss in der Nacht noch mal aufstehen und den ein oder anderen Hering wieder in den Boden bringen bevor unser Zelt zusammenklappt. Naja, denke ich mir dabei, zu mindestens hat der Regen aufgehört und wir werden das Zelt am nächsten Tag trocken einpacken können.   

Später als ich wieder den Heringen zuhöre, wie sie langsam aus dem Boden kommen, fängt es auch wieder an zu Regnen.

Toll wenn ein Plan funktioniert.

Irgendwann nach dem Frühstück ist das Zelt abgebaut und die Motorräder sind verstaut. So begeben wir uns wieder in Richtung Heimat.

 

 

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Fazit:

Hier in Kroatien haben wir eine Tolle Landschaft zum Motorradfahren vorgefunden. Tolle Menschen kennen gelernt auch wenn wir manchmal das Gefühl hatten auf einem fremden Stern zu sein, da wir weder die Sprache lesen noch auch nur ansatzweise sprechen konnten. Funktioniert hat es trotzdem und bis auf das Wetter ein ganz toller Urlaub.

Zur Planung haben uns die Off Road Bücher von MDMOT ( www.mdmot.com ) sowie der Motorrad Reiseführer Kroatien (http://shop.bikerbetten.de/produkt/motorrad-reisefuehrer-kroatien/ ) weiter geholfen.

Ebenso der ein oder andere Tipp von Freunden und Bekannten, die wir gerne umgesetzt haben!

 

 

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5 thoughts on “Kroatien – On und Off Road – Dalmatien erfahren!

  1. Servus!
    Habt mir gleich ein paar Ideen für’s nächste Jahr geliefert. Danke!
    Achja, der Downloadlink für den letzten Tag tut’s nicht,…. 🙁

    1. Hallo Jürgen,
      freut uns wenn es dir Ideen fürs nächste Jahr gebracht hat. der download link ist repariert! Vielen Dank für den Hinweis.

      viele Grüße

      Tina & Oliver

  2. Waren dieses Jahr auch 2 Wochen in Kroatien und Bosnien unterwegs teils auch auf Schotterpisten.
    Was soll man machen wenn die Stasse zu ende ist und nur noch Schotter kommt umdrehen oder Augen auf und durch . Wir haben uns für letzteres entschieden mit ner Kawa Z1000sx und ner BMW R1100RT nicht die Idealen Offroad Maschinen aber wir würden es wieder machen. Nächstes Jahr geht es nach Schottland Applecross steht fest auf der Planung.

    1. Das mit den “Augen zu und durch” kennen wir gut und hatten wir in Kroatien ebenfalls. War anstrengend aber hat Spass gemacht!😁 Respekt das mit den Strassenmaschinen zu machen. Für Schottland schon mal viel spass!

      1. Der Pass war sogar in der ADAC Karte vom Tour set eingezeichnet plötzlich Strasse zu Ende weil die Brücke fehlte nach links über eine Behelfsbrücke aus Balken wir dachten wird ja gleich besser die Strasse aber falsch gedacht gefühlte 30 km den Pass runter auf Schotter Serpentinen bis ins Tal. Kurz vor der Brücke war ein Denkmal daneben stand ein LKWKofferaufbau gebaut von der Fa. Meyer aus Göttingen. Würde die Tour nochmal fahren war ein echtes Erlebnis.

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