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Grand Tour of Switzerland (GTOS) – Woche 2

         Grand Tour of Switzerland – Woche 2

Mönche, Jungfrauen und tolle Seen

Das Wochenende haben wir mit dem Besuch meiner lieben Kollegen und deren Familien verbracht. Dies hat ebenso einen Besuch in Bern, wie auch eine Stadtführung von Solothurn mit sich gebracht die uns sehr gut gefallen hat.

Diese Auszeit von der Grand Tour of Switzerland ist jetzt vorbei und wir sind heute wieder “on the road”.

Direkt nach den ersten Kilometern erreichen wir die Schaukäserei Affoltern im Emmental und probieren uns durch diverse Käsespezialitäten.

Die Berner Altstadt mit dem Bärenpark haben wir uns gestern ja schon angeschaut, also geht es beim Thunersee zurück auf die Grand Tour of Switzerland.

Die Uferstraße des Thunersees ist traumhaft und wer etwas Zeit hat sollte sich die St. Beatus-Höhlen nicht entgehen lassen.

Für uns geht es weiter in die beiden Täler Grindelwald und Lauterbrunnen. Zum einen, da Tina unbedingt die Eigernordwand sehen wollte und zum anderen weil diese beiden Täler mit fantastischen Aussichten glänzen. Im Lauterbrunnental sollte man sich die Trümmelbachfälle (Wasserfälle IM Berg) sowie eine Auffahrt zum Schilthorn gönnen.

Schon vom Thunersee aus haben wir immer wieder Blicke auf die drei berühmten Berge der Zentralschweiz werdfen können. Dem Eiger, dem Mönch und dem Jungfraujoch. Man kommt sich klein vor wenn man solch einer Landschaft gegenüber steht. Wir erreichen auch unser Ziel dass Tina mit ihrem Motorrad am Fuße der Eiger Nordwand steht! Und wenn man sich dann überlegt wie viele Menschen bei dem Versuch die Eiger Nordwand zu bezwingen ihr Leben gelassen

haben wird einem ganz anders zumute.

Bei herrlichstem Wetter fahren wir durch die Schweizer Alpen und genießen eine tolle Aussicht nach der anderen. Wir folgen dem malerischen Simmental bis zur Ortschaft Gstaad in der wir unsere Einkäufe erledigen und dann weiter in Richtung Gsteig und dem Col de Pillon fahren.

Unser heutiger Campingplatz ist das Bergcamping Gsteig bei dem es ein kleines Häuschen gibt in das wir uns zurückziehen können um unser Essen zuzubereiten, denn pünktlich zum Aufbau des Zeltes hat es angefangen zu regnen.

Eigentlich ein schöner Platz liegt der aber wohl in den letzten Zügen und es wird wohl ein neuer Pächter von Gaststätte und Hotel gesucht.

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Land der Gegensätze

Heute ging es gleich über den Col de Pillon und anschließend über den Col de la Croix in den Schweizer Kanton Wallis.

Der Kanton Wallis liegt komplett in den Schweizer Alpen und zieht sich entlang des Rhonetales und seinen Seitentäler umringt von jeder Menge majestätischen 4000ern.

Die anschließende Fahrt durch das Rhonetal (Schweiz) bietet fahrerisch keine großen Herausforderungen. Man kann das ganze etwas auflockern, indem man ab und an links oder rechts des Tales die Höhenzüge entlang fährt. Insbesondere die Strecken oberhalb von Saint Leonard VS können wir uneingeschränkt empfehlen.

Dann wird man ab und an mit herrlichen ausblicken verwöhnt.

Das Mattertal als Bestandteil der Grand Tour sollte man fahren wenn man mit der Seilbahn die Höhenzüge erreichen möchte. Von dort hat man bei klarer Sicht eine klasse Aussicht.

Es gehört zum eindrücklichsten, was das mit Naturschätzen reich ausgestattete Wallis zu bieten hat. Das 30 km lange Mattertal von Stalden bis nach Zermatt. Eis und Felsensteppen, 29 Viertausender und zahlreiche Weinberge, tiefe Schluchten und Einsamkeit prägen ein Tal, das durch seine jeden fasziniert der es mit offenen Augen wahrnimmt.

Wir folgen dem Rhonetal in Richtung Furkapass und erreichen am späten Nachmittag den Camping Nufenen erreichen. Endlich wieder ein Campingplatz der klein und fein ist. Leider wird es eine sehr unruhige Nacht, da es Gewittert und stürmt.

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Auf die Pässe, fertig.. los!

Der Campingplatz Nufenen hat noch etwas Schönes zu bieten. Er liegt nämlich direkt am Fuße des gleichnamigen Passes.

Wir sind schon etwas gerädert nachdem es die ganze Nacht geregnet und gewittert hat. Hatten wir doch schon jede Hoffnung verloren überhaupt etwas zu sehen beim Befahren der Pässe. Aber der Wettergott war uns bis dato gut gesonnen.

Die Auffahrt zum Nufenenpass war schon mal göttlich Die Abfahrt anfangs ziemlich Nebelverhangen. Mit über 2470 m ist der Nufenen der höchste innerschweizerische Alpenübergang. Seine zahllosen Serpentinen und seine Windanfälligkeit machen ihn zu einem der anspruchsvolleren Pässe. Schön ist aber, dass bedingt durch Furka und Gotthard, der Nufenen keine große Rolle für die Touristen spielt und man so ziemlich den Pass für sich alleine hat.

Die herrlichen Landschaften hinter uns erreichen wir ein zweites Mal die Tremola um diesmal von dort aus über den Furkapass und den Grimselpass in Richtung Norden zu fahren.

Beide Pässe sind der Wahnsinn. Lassen sich super fahren und die Aussichten sind grandios.

Ein wenig im Schnee zu spielen ist so mitten im Sommer auch ein tolles Vergnügen und schnell werden noch ein paar Bilder gemacht damit man uns das mit dem Schnee auch glaubt und schon geht es weiter.

Auf dem Grimselpass treffen wir eine Gruppe Biker aus Österreich mit denen wir kurz ins Gespräch kommen. Die drei sind seit einer Woche unterwegs und hatten bisher nur Regen. „Kein Wunder“ , stellt Tina fest,“ ihr habt ja auch eine Blaue CBF dabei, als wir noch eine hatten hat es auch immer geregnet“:

Die Fahrt über den Brünigpass und den Glaubenbergpass zum Sihlsee verlief etwas hektisch, da wir den ursprünglich geplanten Campingplatz beide nicht wollten ( lag direkt an der Bahnlinie) und wir den angedrohten Starkregen im Nacken hatten.

Vorbei an Luzern durch Cham ging es dann in Richtung Sihlsee nach Willerzell wo wir noch einen Platz auf dem Campingplatz „Grüene Aff“ bekommen. Unser Zelt dürfen wir auf einer kleinen Wiese aufbauen die, bedingt durch den Müll der da rum liegt nicht sonderlich einladend aussieht. Auch warnt uns ein netter Dauercamper älteren Jahrgangs davor das Zelt in der linken Ecke aufzustellen, da diese Stelle bei Regen sich in einen kleinen See verwandelt. Wie Recht er doch haben sollte.

Auch wenn wir es bisher erfolgreich geschafft hatten dem Starkregen zu entkommen, der kam dann doch beim Zelt Aufbau.

Beim diesem Starkregen sind wir komplett abgesoffen. Auf unserem Zeltplatz stand das Wasser. Gott sei Dank war das Zelt dicht und so konnten wir zu mindestens trocken liegen und in der Nacht dem weiteren Regen lauschen.

Unsere Abendverpflegung haben wir in dem Resteraunt des Campingplatzes eingenommen. Sehr zu empfehlen.

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Heidiland und Käse

Der morgen empfängt uns als ob es die ganze Nacht nicht geregnet hätte. Auf unserem Platz zeugen jedoch tiefe Pfützen von dem schlechten Wetter der Nacht.

Nachdem wir unser Zelt abgebaut und verpackt hatten ging es los auf die letzte Etappe unserer Grand Tour of Switzerland.

Mit sehr viel Wehmut verlassen wir Willerzell in Richtung Osten über die Satteleggstraße und den gleichnamigen Pass der nicht unbedingt in irgendwelchen Motorradführern oder Foren genannt wird. Ich muss jedoch wieder einmal sagen dass es diese kleinen Pässe sind die uns auf der Grand Tour of Switzerland als das berühmte Salz in der Suppe vorkamen und wir vom Zustand dieser Wege und der, ja fast schon Einsamkeit, immer wieder fasziniert sind. Da noch der Säntis und das Appenzeller Land auf unserer Liste stehen, fahren wir am Walensee entlang in Richtung Schwägalb und Appenzell.

Die Schweiz verwöhnt uns an diesem letzten Tag noch einmal mit sehr schönen Aussichten und Landschaftlich schönen Strecken und Bergen. Eigentlich wollten wir in Appenzell noch Käse einkaufen, aber irgendwie ist unser Zeitplan komplett durcheinander gekommen. So haben leider alle Läden über die Mittagszeit geschlossen.

Der Säntis ist das Wahrzeichen der Bodenseeregion und ist bekannt für seine extremen Wetterbedingungen. Wir haben heute dann mal extrem viel Glück dass wir im Sonnenschein diese Region durchfahren können.

Wir durchfahren noch St. Gallen als wir uns langsam aber sicher, entlang des Bodensees in Richtung Deutschland begeben.

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Auf der Fähre von Konstanz nach Meersburg wurde uns dann bewusst dass ein wahnsinnig toller Urlaub zu Ende geht.

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